Vorspeise für die Festtage

 

Weihnachten ist traditionell das Fest der Familie. Am Hl. Abend steht in beinahe jedem Haushalt ein wunderschön geschmückter Baum, man isst gemeinsam festlich am Abend und es werden Geschenke überbracht. Weihnachten ist ein Fest, das auch lange vorbereitet wird und manchmal Stress verursacht. Vor allem dann, wenn sich die Familie über das Essen nicht einig ist. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis liegen Würstchen mit Kartoffelsalat am Hl. Abend an erster Stelle. Doch warum eigentlich? Der Hl. Abend gehört historisch noch zur vorweihnachtlichen Fastenzeit und der große Braten daher schon immer dem 1. Weihnachtsfeiertag vorbehalten war. Doch auch Fondue und Raclette wurden sehr häufig genannt. Ein wenig überrascht hat mich meine Freundin Heidi. Seit vielen Jahren gibt es in ihrer Familie Schaschlik – einfach weil es schnell zubereitet und lecker ist.

 

An den Feiertagen darf mit gutem Gewissen geschlemmt werden, dann wird nicht gekleckert, sondern geklotzt und ein paar Kilo mehr nach den Feiertagen sind schon programmiert. Eine raffinierte Vorspeise, ein aufwendiger Hauptgang und ein besonderes Dessert. Enten- oder Gänsebraten, ein Wildgericht oder ein edler Fisch. Zum Glück sind wir am 1. Feiertag zum Essen eingeladen und somit fällt das Kochen hier aus. Am 2. Feiertag steht Stalldienst bei den Pferden an und da ich noch nicht ganz fit bin, habe ich Küchendienst. Es wird eine knusprige Ente mit Kartoffelknödel und Rotkohl geben. Auch die Tage danach sind sehr Fleischlastig. Raclette, Roastbeef, Rinder- und Schweinebraten stehen auf dem Plan. Doch einmal bestehe ich auf ein Käsefondue, der unangefochtene Klassiker zwischen den Feiertagen ist für mich Gemütlichkeit, Genuss und Vielfalt.

 

Auch wenn Würstchen mit Kartoffelsalat die Nummer 1 bei vielen Familien in Deutschland am Hl. Abend sind, gab es – wie jedes Jahr bei meiner Tochter ein Veto. Dann isst sie lieber nichts. Also haben wir Würstchen am 23.12. auf den Speiseplan gesetzt. Ein klein wenig Tradition, was ich aus meiner Kindheit kenne, muss schon sein. Auch dieses Jahr gibt es am Hl. Abend „kleine Köstlichkeiten“ und dazu darf ein Tatar oder Carpaccio nicht fehlen. Vorweg eine kräftige Suppe mit viel Gemüse, gebratene Scampi, geräucherte Forelle mit Sahnemeerrettich, Krabbensalat, Avocado Aufstrich und verschiedene Käsesorten. Neu dazu kommt dieses Jahr Feldsalat im Glas und Lachs Häppchen auf Quark. Vielleicht sucht ihr noch eine kleine Vorspeise für das Weihnachtsfest, das lecker ist, einfach und schnell in der Zubereitung.

Für die Lachs Häppchen habe ich 150 g Speisequark mit 1 TL Senf, klein gewürfelten Zwiebel, 2 EL Sahne, Salz, Paprika und Pfeffer aus der Mühle angemacht. Toastbrot halbieren oder rund ausstechen und auf beiden Seiten leicht anrösten. Den Quark großzügig aufstreichen und mit geräuchertem Lachs belegen. Für die Deko habe ich Sprossen, kleine Zwiebelwürfel, Granatapfelkerne und frischen Dill verwendet. Das Dressing für den Feldsalat besteht aus Essig und Olivenöl, 1 TL Dijonsenf, Salz und Pfeffer aus der Mühle. Und weil wir einfach Quark Fans sind, werden die Gläser am Boden mit je einem großen Löffel gefüllt. Für die Bilder habe ich auf das Dressing verzeichnet – einfach weil es schöner aussieht und der Feldsalat so nicht zusammen fällt. Viel Spaß beim Ausprobieren!